Planung/Konstruktion von
Lehr- und Lernprozessen
Lehrprozesse und Lernprozesse müssen tatsächlich im Wortsinne konstruiert werden. Wissen will aufgebaut werden: Man nimmt es nicht mit der Muttermilch auf.
Wer nachhaltig kompetente Trainings anbieten will, der muss auch immer wieder den Blick in die Zukunft wagen. Welche Möglichkeiten wird es in fünf oder zehn Jahren geben, Wissen zu speichern, abzurufen und abzubilden? Erkenntnisse werden bis heute häufig anhand von Fließtexten dokumentiert. Das ist allerdings nicht immer hilfreich, denn ein Fließtext suggeriert eine inhaltliche Linearität, die mitunter nicht oder nur bedingt gegeben ist. Zu dieser Problematik habe ich in meiner Patentschrift einen Lösungsansatz für den Bereich der Printmedien vorgestellt.
Im Gegensatz zu den Printmedien bieten elektronische Medien eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Darstellung der Vernetzung selbst komplexer Informationen. Ein sehr innovatives Konzept der computerbasierten Informationsdarstellung hat der Dipl.-Psychologe Heiko Haller vorgelegt. Über die Zielstellung seiner Arbeit schreibt er: "iMapping is a visual technique for structuring information objects. It is based on research in the fields of visual mapping techniques, Information Visualisation and cognitive psychology. iMapping uses a Zooming User Interface to facilitate navigation and to help users maintain an overview in the knowledge space."
Ähnlich einer Mindmap lassen sich mit Hilfe des iMapping also mentale Wissensrepräsentanzen visualisieren. Das Konzept des iMapping bietet dabei gegenüber anderen Mappingsystemen einen faszinierenden Vorteil: Ein iMapping-Programm wird in der Lage sein, zuvor nicht explizit verknüpfte, aber dennoch - direkt oder indirekt - zusammenhängende Informationen aufzuspüren und abzubilden. Dieser Aspekt ist im Rahmen von Lernprozessen natürlich außerordentlich wertvoll.
Zurzeit entwickelt das FZI Forschungszentrum Informatik der Universität Karlsruhe eine sozial-kollaborative Software, mit der das Prinzip des iMapping einfach und intuitiv umgesetzt werden könnte. Projektname: Nepomuk. Eine Version im frühen Alpha-Stadium - mit diversen Bugs und nicht für den Produktiveinsatz geeignet - findet sich hier.
Peter Kocmann
Seit 1992 arbeite ich als Dipl.-Soz.-Pädagoge im Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Meine Berufsausbildung als staatlich anerkannter Rettungsassistent nutzte ich zunächst dazu, Trainings und Seminare im präklinisch-notfallmedizinischen Bereich durchzuführen. 2005 wendete ich mich dem Training von Schlüsselqualifikationen zu. Darunter werden überfachliche Fähigkeiten verstanden, die für eine Vielzahl von Arbeitsfeldern existenziell sind, z.B.:
(1) Kommunikationsfähigkeit,
(2) Kooperationsfähigkeit,
(3) Computerkenntnisse,
(4) betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kenntnisse
Eine Ausbildung als
QM-Organisationsentwickler durch Dr. Detlef Horn-Wagner und eine Train the Trainer Fortbildung bei der IHK Berlin ergänzten mein Wissen in jüngster Zeit sehr gut. Um meine Trainingsarbeit weiter optimieren zu können, lasse ich mich regelmäßig durch Martin Rode supervidieren. Zurzeit bereite ich mich auf die IHK-Prüfung zum Medienfachwirt vor.
Als sehr interessant empfand ich den Auftrag, eine Unterrichtsunterlage für das DRK zu verfassen. Zielgruppe der Unterlage sind Sanitätsdienst-Ausbilder.
Ich trainiere seit 25 Jahren Multiplikatoren, Ausbilder, Ärzte, Sanitäter ... Unerlässlich im Rahmen der Fachdidaktik: die Darstellung von Notfallsimulationen.